Wohin mit dem Unkraut?

Wer sich diese Frage stellt, muss sich zunächst einmal einer Begriffsdefinition unterziehen. Denn genau genommen gibt es kein Unkraut. Hierbei handelt es sich lediglich um Pflanzen, die nicht rusty-718800_640erwünscht sind. Sei es, dass sie nicht in das Gesamtbild des „maßgeschneiderten“ Gartens passen. Sei es, dass sie vom Vorstellungsbild des Gärtners keine „wertvolle“ Pflanze abgeben.

Sie sollen also nur dem Wunschbild des Gärtners weichen. Daher ist für jeden eine andere Pflanze zum Unkraut geworden. Denn man darf nicht vergessen, sie nehmen unseren Lieblingspflanzen im schlimmsten Fall alles: Standort, Wasser, Licht, Nährstoffe. Handelt es sich hierbei um Nutzpflanzen, werden auch die Erträge vermindert. Fürchterlich!

„Normales“ Vorgehen gegen Unkraut

In früheren Zeiten wurde die Egge einmal mehr vorgespannt und der Boden durchgezogen, damit das Unkraut nicht aufkam. Später würde im Bedarfsfall noch einmal von Hand / Hacke durchgegangen. Eine Arbeit, die zwar anstrengend ist, aber genau genommen sogar großen Spaß macht.

Denn sie ist sehr meditativ. Heute wird lieber zur Chemiespritze gegriffen. Diese wiederum hat die bekannten Nebenwirkungen und ist somit nicht zu empfehlen.

Leider wird eines immer wieder vergessen. Das, was so großspurig als Unkraut abgetan wird, ist schon in der Vergangenheit als Küchenkraut bekannt gewesen, manchmal sogar als Heilmittel. Nur ist dieses Wissen in Vergessenheit geraten und muss neu aufgearbeitet und den Menschen nahe gebracht werden.

Es geht auch ohne

Natürlich ist die Chemie nicht der einzige Weg, der zur Verringerung von Unkraut führt. So kommen schnell wachsende Bodendecker auf Blumenbeeten eingesetzt werden, die das Unkraut gewissermaßen eindämmern oder „vertreiben“. Dies funktioniert besonders gut bei hochwachsenden Blütenpflanzen, die den Boden preisgeben. Doch auch niedrig wachsende Pflanzen werden oft zu weit auseinandergesetzt. So hat jedes Unkraut ausreichend Platz, sich auszubreiten. Werden die Blumen dichter aneinandergesetzt, besteht selten ein Grund zur Sorge, dass das Unkraut sich durchsetzt. Sicherlich kommen immer wieder einige Sprösslinge nach oben. Um sie jedoch zu entdecken, braucht es ein genaues Auge und eine sichere Hand beim Herausziehen.

Wer auf seinen Gemüsebeeten Unkraut frei bleiben möchte, muss leider nach wie vor zu Hacke greifen. Regelmäßiges Durchziehen des Bodens und anschließendes Mulchen haben zwei positive Effekte. Zum einen wird aufkommendes Unkraut eliminiert und der Boden gelockert. Durch das Mulchen wird zum anderen die lockere Erde vor dem schnellen Austrocknen und dem schnellen Auflaufen neuen Unkrautes geschützt. Die Erde bleibt auch unter dem Mulch locker und verdichtet sich etwa durch starken Regen oder extremes Gießen nicht.